Haus ohne Halt – Marilynne Robinson

Nachdem der „Sternenschöpfer“ die Grenzen des Universums gesprengt hat, richtet „Haus ohne Halt“ den Blick nach innen und erkundet die komplexen Gefüge eines Mikrokosmos.

In den USA ist „Housekeeping“ bekannter als in Deutschland. Hier gibt edition fünf das Buch heraus, die sich nicht so bekannten Büchern von Frauen widmen.

Robinson passt hervorragend als Kontrast nach Stapeldon, weil es naturverbunden, körperlich und sinnlich ist. Sie hat einen fast biblischen Stil mit klaren, malerischen Sätzen.

Die Geschichte zweier Mädchen, die von ihrer Mutter bei ihrer Großmutter an einem Haus an einem großen See abgegeben werden und nach dem Tod der Großmutter von der Tante betreut werden, ist eng verwoben mit magischen Naturereignissen.

Die beiden Mädchen entwickeln sich auseinander, während Lucille ein geordnetes Leben wählt, bleibt Ruth bei ihrer unsteten, nomadisch lebenden Tante.

Die Grenzen des Ich, des Denkens und Träumens, der Fantasie, der Dinge, der Räume, der Natur verschwimmen und das Leben erscheint wie in einer Symbiose. Naturverbundenheit ohne Romantik, als echtes Leben und Erleben.

Eine Antwort zu “Haus ohne Halt – Marilynne Robinson”

  1. […] Meine Leseliste ist so aufgebaut, dass jedes Buch in Beziehung zum vorigen steht. Ideen, Themen und Perspektiven, die man parallel denken und vergleichen kann, im Sinne einer Multiperspektivität. Le Guin gelingt es, geistreich utopisch zu sein wie Star Maker und zugleich körper- und weltgewandt wie „Housekeeping„. […]

    Like

Hinterlasse einen Kommentar