Kategorie: Bücher
-

Die Tochter der Wälder – Juliet Marillier
Die Tochter der Wälder hat mich sehr beeindruckt, weil es Märchen- und Fabelwelt mit einer real wirkenden Geschichte verbindet, die stilistisch gut beschrieben ist, aus dem Blickwinkel der Hauptfigur. Sorcha wächst mit ihren sechs Brüdern in einem Irland auf, das durch Konflikte zwischen gälischen Königreichen, Briten und Pikten geprägt ist. Sorcha ist Heilerin, die sich…
-

Stolz und Vorurteil – Jane Austen
Ich merkte mit der Zeit, dass Elizabeth Bennet mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Jane Austen schreibt sich gekonnt in die Gefühle der Leser ein. Jetzt, beim dritten Mal, habe ich das Buch aus einer anderen Perspektive gelesen, und diese Perspektive, merke ich, gibt mir den richtigen Zugang zu Büchern, oder vielleicht Geschichten überhaupt.…
-

1984 – George Orwell
Orwells 1984 haben wir 1982 in der Schule gelesen. Es ist das einzige Buch, das ich heute noch aus der Schulzeit besitze. Erinnern konnte ich den Inhalt nur noch vage, erst mit dem erneuten Lesen erinnerte ich mich daran. Interessant, dass ich mich oft erst hinterher erinnere, nicht währenddessen. Ich nehme an, zu der Zeit…
-

Hundert Jahre Einsamkeit – Gabriel García Márquez
Die Grenzen zwischen Fantasie und Realität sind fließend und stellen so Realität an sich in Frage. Selbst das Körperliche, Materielle, das Dingliche und Fassbare verhält sich außerhalb biologischer, physikalischer und chemischer Normen. Die Familie folgt ihren eigenen Regeln, lässt sich von Ideen, Einfällen, Bedürfnissen und Gelegenheiten treiben, innerhalb folkloristischer Formen. Übertreibungen sind real. In dem Dorf…
-

Freie Geister – Ursula K. Le Guin
Ursula K. Le Guins „Freie Geister“ habe ich zum zweiten Mal gelesen. Das erste Mal in der Ausgabe, die bei Edition Phantasia rauskam vor fünfzehn Jahren. Das Buch wurde von Karen Nölle neu übersetzt, die ihr den Ton und die Sprache zurückgab, die das Buch hat. Warum man den Originaltitel „The Dispossessed“ vollkommen vernachlässigte und…
-

Haus ohne Halt – Marilynne Robinson
Nachdem der „Sternenschöpfer“ die Grenzen des Universums gesprengt hat, richtet „Haus ohne Halt“ den Blick nach innen und erkundet die komplexen Gefüge eines Mikrokosmos. In den USA ist „Housekeeping“ bekannter als in Deutschland. Hier gibt edition fünf das Buch heraus, die sich nicht so bekannten Büchern von Frauen widmen. Robinson passt hervorragend als Kontrast nach…
-

Sternenschöpfer – Olaf Stapledon
Olaf Stapledon Roman „Star Maker“ erschien 1937. Manche Erkenntnisse über das Universum waren gerade erst entdeckt. Das Buch liest sich wie ein Grundlagenwerk für viele Geschichten (Clarke, Lem, Assimov). Er begibt sich auf eine kosmische Reise zum Ursprung, in der er biologische, evolutorische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Ideen fantasievoll durchspielt. Er selbst beschreibt wie ein…